Kleinen Abstellraum zum begehbaren Kleiderschrank umbauen
Ein kleiner Abstellraum von drei bis vier Quadratmetern lässt sich mit überschaubarem Aufwand in einen begehbaren Kleiderschrank verwandeln. Entscheidend sind drei Faktoren: die nutzbare Tiefe, die Regalhöhe und die Lichtführung. Wer die vorhandenen Maße zuerst genau aufnimmt, erkennt schnell, ob eine einseitige oder eine zweiseitige Regalwand sinnvoll ist. Bei einer Raumbreite unter 150 Zentimetern bleibt meist nur eine Seite für Kleiderstangen, während die gegenüberliegende Wand flache Schuhregale oder Schubladen aufnimmt.
Die Tiefe der Regale richtet sich nach dem Inhalt. Kleiderbügel benötigen mindestens 55 Zentimeter, besser 60, damit die Schultern nicht an der Wand streifen. Für gefaltete Wäsche genügen 35 bis 40 Zentimeter, für Schuhe reichen 30 Zentimeter. Wer den Abstellraum zum begehbaren Kleiderschrank umbauen will, sollte die Regale bis unter die Decke planen, denn der obere Bereich bleibt sonst ungenutzt. Verstellbare Bodenträger erlauben spätere Anpassungen, ohne neue Bohrlöcher zu setzen.
Beim Licht scheiden sich die praktischen von den dekorativen Lösungen. Ein einzelnes Deckenlicht wirft beim Öffnen der Regale Schatten genau dorthin, wo man sucht. Besser sind LED-Leisten unter den Regalböden oder ein warmweißer Lichtstreifen entlang der Kleiderstange. Bewegungsmelder sparen Strom und ersparen das Tasten nach dem Schalter. Für die Belüftung genügt oft ein Spalt unter der Tür oder ein kleiner Lüftungsgitter, damit die Kleidung nicht modrig riecht.
Wer diese drei Punkte vor dem Kauf der Regalsysteme klärt, spart Geld und Nacharbeit. Ein durchdachter Grundriss auf Papier verhindert, dass später Stangen im Weg stehen oder Licht fehlt. Der Umbau lohnt sich besonders dann, wenn der Raum ohnehin selten genutzt wird und die Alternative ein teurer Einbauschrank im Schlafzimmer wäre.